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Ein Besuch bei Ruggeri auf Sizilien

 

Ein Bericht von Axel Stürken


 

An einem sonnigen, aber noch nicht sehr heißen Tag Anfang Mai 2014 landeten wir morgens in Catania im Osten Siziliens. Vorbei am schneebedeckten Gipfel des Ätna fuhren wir mit unserem Mietwagen die etwa eineinhalb Stunden in das kleine, an der malerischen Nordküste Siziliens gelegene Städtchen Patti. An der Mautstation wartete wie verabredet Gaetano Caleca auf uns, der Seniorchef der Firma, in einem offenen Wagen und bedeutete uns mit einem Lächeln, ihm zu folgen.

 

In der Manufaktur angekommen, bot uns Signor Caleca, der von seinen Mit arbeitern respektvoll mit „Cavaliere“ angesprochen wird, zunächst einen Espresso an und führte uns dann durch die Produktion. Den Rohstoff für seine Produkte stellt Ruggeri selbst her. Aus eigenen Tongruben in der Nähe stammt der Rohton, der bei Ruggeri mit 13 % weiteren Mineralien versetzt wird. Diese sind verantwortlich für die hohe Bruchfestigkeit des Ruggeri-Geschirrs – von der uns Herr Caleca mit ein paar Tellern sehr eindrucksvoll überzeugte – und machen es darüber hinaus auch mikrowellengeeignet und spülmaschinenfest.

 

 

Signor Gaetano Caleca, Geschäftsführer von Ruggeri

Wir sehen, wie die Tonmasse je nach Produkt in Formen gedrückt oder gegossen wird und wie die halbtrockenen Werkstücke anschließend per Hand entgratet und geglättet werden.

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Geschirr in den Farbtönen des sizilianischen Frühsommers

Aus den 120 verschiedenen Geschirrteilen, den etwa fünfundzwanzig Dekoren und zwanzig Unifarben ergeben sich über 4000 verschiedene Artikel, die von den Kunden bestellt werden können. So viele Teile kann man unmöglich ständig in ausreichenden Mengen auf Lager halten, so dass alle Produkte erst nach der Bestellung angefertigt werden.

Anschließend erhalten alle Teile ihren ersten Brand, der ihnen die typische rote Farbe gebrannten Tons verleiht. Nun folgt der Teil in der Herstellung, der den Caleca-Produkten ihr charakteristisches Aussehen verleiht. Alle Teile werden zunächst in ein Glasurbad getaucht. Nach dem Trocknen erfolgt die individuelle Bemalung, die bei jedem Teil vollständig von Hand vorgenommen wird. Dabei ähneln sich die Stücke im gleichen Dekor so, dass nur das geübte Auge die winzigen Unterschiede sehen kann. Jedes Stück ist dennoch ein Unikat – von Hand nachbearbeitet, getaucht und bemalt.

 

In den Archiven von Ruggeri schlummern über tausend verschiedene Dekore, wovon etwa fünfundzwanzig zur Zeit verwendet werden. Jedes Jahr bringt die Designabteilung des Hauses zwei oder drei neue Dekore heraus und dafür werden ebenso viele eingemottet. Die Geschirrmalerinnen – es handelt sich dem Anschein nach ausschließlich um Frauen – kennzeichnen jedes fertig bemalte Teil mit einem eigenen Stempel auf der Unterseite sowie dem Ruggeri-Signet. Es folgen der zweite Brand und die strenge Endkontrolle, bei der Teile mit im Brand entstandenen Fehlern als zweite Wahl aussortiert werden oder zum Nacharbeiten in die Produktion zurückgehen.

 

Ruggeri-Geschirr Blue Moon

Wir haben das Geschirr Blue Moon ausgesucht – mit seinen Farbtönen des sizilianischen Frühsommers.

Ruggeri Ölflasche Blue Moon

Ein Kännchen für Olivenöl darf bei einem italienischen Geschirr natürlich nicht fehlen ...

Ruggeri Wasserkrüge Blue Moon

... ebenso wie der klassische Wasserkrug, der auf jeder Mittagstafel in Italien zu finden ist.

Ruggeri-Geschirr Blue Moon

Nach dem Werksbesuch konnten wir im Garten mit Blick auf die Äolischen Inseln die Aufnahmen von seinem Geschirr machen.

 

 

Ruggeri Tasse Blue Moon

 

 

Ruggerie Blue Moon auf einen Blick!

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