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Vitis vinifera – die Weinrebe – ist die Pflanze, der in Europa seit Jahrtausenden wahrscheinlich die mit Abstand größte Aufmerksamkeit entgegengebracht wird, und deren Produkte wie keine anderen faszinieren und erstaunen. Die Verarbeitung ihrer Früchte ist bis heute ständiger Weiterentwicklung und Verbesserung entworfen, fußt dabei aber in erheblichem Umfang auf Tradition und Traditionsbewußtsein der Weinerzeuger. Verbreitet wurde die Weinreben, und mit ihr der Wein, in Europa durch die Römer – bekannt war sie davor jedoch schon den alten Ägyptern, den Sumerern und den Griechen. Nach dem Niedergang des römischen Reiches waren es erstaunlicherweise christliche Klöster, die Pflege und Bewahrung der Weinberge und das Wissen um die Weinbereitung nicht nur erhielten, sondern sogar weiterentwickelten und weiter verbreiteten. Aber nicht nur die Weinbereitung, sondern auch der Weinhandel war spätestens seit dem Mittelalter ein bedeutender Wirtschaftszweig. Zu den ersten Städten, die als Zentren des europäischen Weinhandels zu enormem Wohlstand kamen, zählen Bordeaux und Köln – letzteres vor allem für den „Rheinwein", der schon vor Jahrhunderten immer wieder begeisterten literarischen Niederschlag fand. Nachdem in Europa die Mehrzahl der Weingüter mit der Säkularisation in private Hände überging, im 19. Jahrhundert stetige Verbesserungen der Qualität und erste, bis heute gültige Klassifikationen (wie die Königlich Bayerische Lagenklassifikation von 1828 für die Pfalz oder die Klassifikation der Châteaux im Médoc von 1855) eingeführt wurde und die Weinrebe sich auch außerhalb Europas weiter verbreitet hat, ergibt sich heute eine unglaubliche Vielfalt und ein ungeheures Angebot an Wein aus der ganzen Welt. Größte Vielfalt und regionale Diversität finden sich jedoch weiterhin in Europa – neben einigen Superlativen der Weinerzeugung: Größter Weinproduzent ist heute Italien, die meiste Rebfläche dagegen besteht in Spanien, während sich in Luxemburg der (nicht immer positiv zu bewertende) höchste Ertrag in Hektolitern pro Hektar findet. Aus Deutschland schließlich stammt die größte und beeindruckendste Vielfalt an trockenem und edelsüßem Riesling – regelmäßig und zuverlässig entsteht hier ein Großteil der besten Weißweine der Welt.

Wein und Essen

Wo der Wein an sich bereits ein hinlänglich komplexes Thema ist, kann seine Kombination mit dem geeigneten Essen durchaus ein auf den ersten Blick unüberwindliches Hindernis darstellen. Als einfache Faustregel läßt sich merken: ein leichtes Essen verlangt immer nach einem eher leichten Wein, ein schweres dagegen nach einem eher kräftigen Begleiter - wobei neben einer harmonischen Abstimmung auch durchaus eine Akzentuierung denkbar ist. Säurehaltige Speisen wie etwa Tomaten vertragen sich sehr gut mit Weißweinen, denen eine kräftige Säure eine gute Struktur verleiht, z.B. Riesling oder Sauvignon Blanc. Geflügel mit Morcheln und Sahne dagegen gibt die ideale Basis für einen gereiften und im Holzfaß ausgebauten Chardonnay, und Rindfleisch harmoniert klassischerweise am besten mit Bordeaux, Burgundern oder, wenn es über Holzkohle gegrillt wird, mit toskanischem Rotwein. Eines der wenigen Gerichte, das in seinem Heimatland vorzugsweise nicht mit Wein gegessen wird, ist die Pizza – obwohl in wahrscheinlich keinem Land der Weinbau gegenwärtiger ist als in Italien: Üblicherweise trinkt man dort zur Pizza helles Bier, das mit seiner Kohlsäure viel eher mit dem oft öligen, schweren Gebäck harmoniert, als es ein voller Rotwein jemals könnte.

Wein

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