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Bambusschüsseln und Schalen von Bibol

Vor über 7 Jahren lernten wir auf einer Messe in Paris Stéphanie Trabuc-Trinh kennen. Sie ist gebürtige Vietnamesin. Die zierliche Frau ist eine beeindruckende Person, die zusammen mit ihrem Mann Simon Trabuc Beeindruckendes aufgebaut hat.

 

Stéphanie wuchs in einem kleinen Dorf in Vietnam auf Ende der 70er Jahre verließ sie im Alter von 13 Jahren und ohne ihre Eltern das Land und gelangte nach Frankreich. Sie lernte Französisch, ging zur Schule, studierte und begann eine berufliche Karriere. Nach 20 Jahren zog es Stéphanie in ihre vietnamesische Heimat zurück. Auf gemeinsamen Reisen mit ihrem Mann entstand die Idee, der hergebrachten vietnamesischen Bambushandwerkskunst einen Markt in Frankreich zu verschaffen und das zu fairen Bedingungen für die Handwerker. 2006 gründen Stéphanie und Simone eine Kooperative in Vietnam und beginnen mit der Produktion. Die Geburtsstunde von Bibol.

 

In Vietnam gehört Bambus zu den wichtigsten natürlichen Ressourcen: Da er quasi allgegenwärtig ist und in erstaunlicher Geschwindigkeit nachwächst, wird er als Baumaterial ebenso verwendet wie zu Möbelproduktion und als Grundlage für Gebrauchsgegenstände in unzähligen Arten und Formen. Genauso beeindruckend sind Wissen und Können der vietnamesischen Handwerker: Handwerk bedeutet in Vietnam immer Arbeit für die ganze Familie. Einerseits, weil sich nur so die gewachsene Handwerkstradition am Leben erhalten lässt. Andererseits, weil die Löhne in der Regel nicht hoch genug sind, um auf helfende Hände verzichten zu können. Und schließlich, weil sich das vietnamesische Arbeitsethos auf Leistung und Eigenverantwortlichkeit gründet.

 

Anständige Entlohnung und der Verzicht auf Kinderarbeit stehen daher neben kompromissloser Qualität bei Bibol im Vordergrund - ebenso wie die planmäßige Neupflanzung der Ressource Bambus und die Reduktion des CO2-Ausstoßes über alle Fertigungsschritte hinweg. Die Schüsseln entstehen in völliger Handarbeit in familiär organisierten Handwerksbetrieben: Wann immer möglich, wird unter freiem Himmel gearbeitet. Außerdem wird auf den Einsatz von Lösungsmitteln und flüchtigen organischen Verbindungen verzichtet, was den Handwerkern ein gesünderes Arbeiten erlaubt. Eine strenge Qualitätkontrolle garantiert eine herausragende Qualität und eine hohe Lebensdauer. Mit auf den ersten Blick ähnlichen, aber in der Regel deutlich einfacheren Bambusprodukten sind Bibol-Produkte daher nicht vergleichbar.

Produktion bei Bibol:

Handarbeit von Anfang bis Ende

Der frisch geerntete Bambus wird zunächst mehrere Wochen gewässert, um ihn fäulnisbeständig zu machen. Dann wird er in Segmente zerlegt, vollständig durchgetrocknet und schließlich von Hand in dünne Streifen geschnitten. Die Streifen werden nach Breite und Länge sortiert und dann wie auf einer Spule zu flachen Scheiben aufgewickelt - die Dicke wird dabei von der ursprünglichen Faserbreite vorgegeben. Die dicht und eng gewickelten Scheiben bilden die Grundlage für das spätere Werkstück - die Handwerker müssen also nicht nur auf die richtige Stärke und den passenden Durchmesser achten, sondern dürfen vor allem keine Lücken in der Spule entstehen lassen, die das fertige Produkt instabil werden lassen würde.

 

Die fertig gewickelten Scheiben können anschließend vorsichtig über einer Vorlage mit dem Hammer in Form gebracht werden. Im Falle der Schüsseln geschieht dies über halbkugelartigen Formen. Dabei verkanten sich die Bambusfasern untereinander und halten so die vorgegebene Gestalt, bis als Schlussstück der Boden eingesetzt wird - wie bei einem Gewölbe hält der Boden durch Druck die entstandene Form stabil. Aus dieser Methode ergibt sich das für Bambusprodukte so charakteristische Streifenmuster. Zur Produktion massiver Stücke dagegen wären die innen hohlen und vergleichsweise dünnen Bambusstämme nicht geeignet.

 

Die so geformten Rohlinge werden nun mit Cashew-Harz bestrichen, das nach dem Austrocknen wie natürlicher Leim wirkt. Nach dem Verschleifen der Faserübergänge geschieht schließlich in zwölf einzelnen Schichten der Farbauftrag: Dabei werden die Werkstücke nach jedem Lackiervorgang getrocknet, feucht angeschliffen, abermals getrocknet und dann wieder lackiert, um wie bei Klavier- oder Schleiflack einen möglichst tiefen Farbglanz und eine perfekte glatte Oberfläche zu erzeugen.

Neu: Flache Schüsseln

Es hat uns einige Überzeugungskraft gekostet, Stéphanie Trabuc-Trinh dazu zu bewegen, diese flacher und breiter gearbeiteten Schüsseln extra für uns zu produzieren. Ihre Form unterscheidet sich von den eher bauchigen traditionellen Schüsseln, die wir schon seit Jahren bei Bibol beziehen. Gerade zum Servieren optisch besonders ansprechender Speisen sind sie noch besser geeignet als die hohen Schalen. Und sie sehen einfach gut aus. Finden wir.

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Bewährt: Hohe Schüsseln aus Bambus

Salatschüssel S

Ø 24 cm, Höhe 12 cm.

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Salatschüssel L

Ø 28 cm, Höhe 14 cm.

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